In der Geschichte der Schizophrenie-Behandlung war es eine Errungenschaft, als die Schizophrenen nicht mehr als vom Teufel besessen, sondern im medizinischen Sinne als krank definiert wurden. Nicht mehr Priester, sondern Ärzte nahmen sich ihrer an. Die Zuordnung unter den Begriff der "endogenen Psychosen" ging entsprechend dem medizinischen Denkmodell von der Annahme aus, die Ursache der Erkrankung liege in genetisch bedingten körperlichen Fehlfunktionen. Bis heute gibt es noch keine eindeutigen Belege für diese Annahme. Schizophrenie galt als eine unheilbare, fortschreitende Krankheit (Kraepelin: "Dementia praecox"). Heute zeigte sich dagegen, dass die bisher postulierte fortschreitende "Versandung" durch medikamentöse Therapie und Psychotherapie aufzuhalten und zu bessern ist und das sich das Rückfallrisiko reduzieren lässt.